Type=
Die GPT-Partitionstyp-UUID, die verglichen werden soll. Dies kann eine GPT-Partitionstyp-UUID wie
4f68bce3-e8cd-4db1-96e7-fbcaf984b709 oder ein Kennzeichner sein. Architekturspezifische Partitionstypen können einen dieser Architekturkennzeichner verwenden:
alpha,
arc,
arm (32 bit),
arm64 (64 bit, auch als aarch64 bekannt),
ia64,
loongarch64,
mips-le,
mips64-le,
parisc,
ppc,
ppc64,
ppc64-le,
riscv32,
riscv64,
s390,
s390x,
tilegx,
x86 (32 bit, auch als i386 bekannt) und
x86-64 (64 bit, auch als amd64 bekannt).
Die unterstützen Kennzeichner sind:
Tabelle 1. GPT-Partitionstypkennzeichner
| Kennzeichner | Erklärung |
| esp | EFI-Systempartition |
| xbootldr | Erweiterte Systemstartprogrammpartition |
| swap | Auslagerungspartition |
| home | Home- (/home/)-Partition |
| srv | Serverdaten- (/srv/)-Partition |
| var | Variable-Daten- (/var/)-Partition |
| tmp | Temporäre-Daten- (/var/tmp/)-Partition |
| linux-generic | Generische Linux-Dateisystem-Partition |
| root | Wurzeldateisystem-Partitionstyp, der für die lokale Architektur geeignet ist (ein Alias für einen der unten aufgeführten Architektur-Wurzeldateisystem-Partitionstypen, z.B. root-x86-64) |
| root-verity | Verity-Daten für die Wurzeldateisystem-Partition für die lokale Architektur |
| root-verity-sig | Verity-Signaturdaten für die Wurzeldateisystem-Partition für die lokale Architektur |
| root-secondary | Wurzeldateisystem-Partition für die sekundäre Architektur der lokalen Architektur (normalerweise die 32-Bit-Architektur, die auf die lokale 64-Bit-Architektur passt) |
| root-secondary-verity | Verity-Daten für die Wurzeldateisystem-Partition der sekundären Architektur |
| root-secondary-verity-sig | Verity-Signaturdaten für die Wurzeldateisystem-Partition der sekundären Architektur |
| root-{arch} | Wurzeldateisystempartition der angegebenen Architektur (wie root-x86-64 oder root-riscv64) |
| root-{arch}-verity | Verity-Daten für die Wurzeldateisystem-Partition der angegebenen Architektur |
| root-{arch}-verity-sig | Verity-Signaturdaten für die Wurzeldateisystem-Partition der angegebenen Architektur |
| usr | /usr/-Dateisystem-Partitionstyp, der für die lokale Architektur geeignet ist (ein Alias für einen der unten aufgeführten Architektur-/usr/-Dateisystem-Partitionstypen, z.B. usr-x86-64) |
| usr-verity | Verity-Daten für die /usr/-Dateisystem-Partition für die lokale Architektur |
| usr-verity-sig | Verity-Signaturdaten für die /usr/-Dateisystem-Partition für die lokale Architektur |
| usr-secondary | /usr/-Dateisystem-Partition für die sekundäre Architektur der lokalen Architektur (normalerweise die 32-Bit-Architektur, die auf die lokale 64-Bit-Architektur passt) |
| usr-secondary-verity | Verity-Daten für die /usr/-Dateisystem-Partition der sekundären Architektur |
| usr-secondary-verity-sig | Verity-Signaturdaten für die /usr/-Dateisystem-Partition der sekundären Architektur |
| usr-{arch} | /usr/-Dateisystempartition für die angegebene Architektur |
| usr-{arch}-verity | Verity-Daten für die /usr/-Dateisystem-Partition der angegebenen Architektur |
| usr-{arch}-verity-sig | Verity-Signaturdaten für die /usr/-Dateisystem-Partition der angegebenen Architektur |
Diese Einstellung ist standardmäßig linux-generic.
Die meisten der oben aufgeführten Partitionstyp-UUIDs sind in der Spezifikation für auffindbare Partitionen[1] definiert.
Hinzugefügt in Version 245.
Label=
Die Plattenbezeichnung in Textform, die der Partition zugewiesen werden soll, falls noch keine zugewiesen ist. Beachten Sie, dass diese Einstellung nicht für Vergleiche verwandt wird. Sie wird auch nicht verwandt, falls für bestehende Partitionen bereits eine Bezeichnung gesetzt ist. Sie wird daher nur verwandt, wenn eine Partition neu erstellt wird oder wenn eine bestehende Partition noch keine Bezeichnung gesetzt hat (das bedeutet: eine leere Bezeichnung). Falls nicht angegeben, wird automatisch eine Bezeichnung verwandt, die vom Partitionstyp abgeleitet wird. Einfache Kennzeichner-Expansion wird unterstützt, siehe unten.
Hinzugefügt in Version 245.
UUID=
Die UUID, die der Partition zugewiesen werden soll, falls noch keine zugewiesen ist. Beachten Sie, dass diese Einstellung nicht für Vergleiche verwandt wird. Sie wird auch nicht verwandt, falls für bestehende Partitionen bereits eine UUID gesetzt ist. Sie wird daher nur verwandt, wenn eine Partition neu erstellt wird oder wenn eine bestehende Partition eine komplett aus Nullen bestehende UUID gesetzt hat. Falls auf »null« gesetzt, wird die UUID komplett auf Nullen gesetzt. Falls nicht angegeben, wird automatisch eine UUID verwandt, die vom Partitionstyp abgeleitet wird.
Hinzugefügt in Version 246.
Priority=
Eine der Partition zuzuordnende numerische Priorität im Bereich -2147483648…2147483647. Kleinere Zahlen zeigen hierbei höhere Priorität an und größere Zahlen niedrigere Priorität. Diese Priorität wird verwandt, falls die konfigurierten Größenbeschränkungen nicht erlauben, dass alle Partitionen auf den verfügbaren Plattenplatz passen. Falls die Partitionen nicht passen, wird die höchste numerische Partitionspriorität aller definierten Partitionen bestimmt und alle definierten Partitionen mit dieser Priorität werden aus der Liste der neu zu erstellenden Partitionen entfernt (dies können mehrere sein, falls die gleiche Priorität für mehrere Partitionen verwandt wird). Der Einpassungsalgorithmus wird dann erneut versucht. Falls die Partitionen immer noch nicht passen, wird nun die jetzt höchste numerische Partitionspriorität bestimmt und die passenden Partitionen werden auch entfernt, und so weiter. Partitionen mit einer Priorität von 0 oder niedriger werden niemals entfernt. Falls alle Partitionen mit einer Priorität über 0 entfernt sind und die Partitionen immer noch nicht auf das Gerät passen, schlägt die Aktion fehl. Beachten Sie, dass die Priorität keinen Einfluss auf die Anordnung von Partitionen hat, verwenden Sie dafür die alphabetische Reihenfolge der Dateinamen der Partitionsdefinitionsdateien. Standardmäßig 0.
Hinzugefügt in Version 245.
Weight=
Eine numerische Gewichtung im Bereich 0…1000000, das der Partition zugewiesen werden soll. Der verfügbare Plattenplatz wird den definierten Partitionen gemäß ihrer relativen Gewichtung zugewiesen (abhängig von den mit
SizeMinBytes=,
SizeMaxBytes= konfigurierten Größenbeschränkungen), so dass eine Partition mit Gewichtung 2000 den doppelten Platz von einer mit Gewichtung 1000 bekommt und eine Partition mit Gewichtung 333 ein Drittel davon. Standardmäßig 1000.
Die Einstellung Weight= wird zur Verteilung des verfügbaren Plattenplatzes auf »elastische« Art verwandt, basierend auf der Plattengröße und bestehender Partitionen. Soll eine Partition eine feste Größe haben, müssen Sie sowohl SizeMinBytes= als auch SizeMaxBytes= mit dem gleichen Wert verwenden, um die Größe auf einen Wert festzulegen; die Gewichtung hat in diesem Fall keine Auswirkung.
Hinzugefügt in Version 245.
PaddingWeight=
Ähnlich zu
Weight=, setzt aber ein Gewichtung für den freien Platz nach der Partitionierung (dem »Padding«). Bei der Verteilung des verfügbaren Platzes wird die Gewichtung aller Partitionen und aller definierten Paddings aufsummiert und dann erhält jede Partition und jedes Padding den durch ihre Gewichtung bestimmten Anteil. Standardmäßig 0, d.h. standardmäßig wird kein Padding angewandt.
Padding ist nützlich, falls leerer Platz für spätere Ergänzungen oder als Sicherheitsabstand am Ende des Gerätes oder zwischen Partitionen belassen werden soll.
Hinzugefügt in Version 245.
SizeMinBytes=, SizeMaxBytes=
Legt die minimalen und maximalen Größenbeschränkungen in Byte fest. Akzeptiert die gewöhnlichen Endungen K, M, G, T … (zur Basis 1024). Falls
SizeMinBytes= angegeben ist, wird die Partition mit mindestens dieser Größe angelegt oder mindestens auf diese Größe vergrößert. Falls
SizeMaxBytes= angegeben ist, wird die Partition maximal mit der Größe angelegt oder auf diese Größe vergrößert. Die genaue Größe wird mittels des durch
Weight= angegebenen Gewichtungswertes festgelegt, siehe oben. Wird
SizeMinBytes= auf den gleichen Wert wie
SizeMaxBytes= festgelegt, dann hat die konfigurierte Gewichtung keine Auswirkung und die Partition wird auf genau diese feste Größe gesetzt. Beachten Sie, dass niemals Partitionen kleiner als 4096 Byte angelegt werden und da Partitionen niemals verkleinert werden, auch die vorhergehende Größe (falls die Partition bereits existiert) als Untergrenze für die neue Größe erzwungen wird. Der Wert sollte als Vielfaches von 4096 Byte angegeben werden und wird aufgerundet (falls
SizeMinBytes=) oder andernfalls abgerundet (falls
SizeMaxBytes=). Falls das zugrundeliegende Gerät nicht genug Platz bereitstellt, um diese Beschränkungen zu erfüllen, wird das Anlegen fehlschlagen. Wenn Partitionen angelegt werden sollen, dann könnten diese, abhängig von der oben beschrieben Einstellung
Priority=, entfallen und der Anlegealgorithmus neu gestartet werden. Standardmäßig ist eine minimale Größenbeschränkung von 10 M und keine maximale Größenbeschränkungen gesetzt.
Hinzugefügt in Version 245.
PaddingMinBytes=, PaddingMaxBytes=
Legt die minimalen und maximalen Größenbeschränkungen in Byte für den freien Platz nach der Partition (des »Padding«) fest. Die Semantik ist ähnlich zu
SizeMinBytes= und
SizeMaxBytes=, außer das freier Platz, anders als bei Partitionen, verkleinert und kleiner als Null werden kann. Standardmäßig sind keine Größenbeschränkungen für Padding gesetzt, so dass ausschließlich
PaddingWeight= die Größe des angewandten Paddings bestimmt.
Hinzugefügt in Version 245.
CopyBlocks=
Akzeptiert einen Pfad zu einer regulären Datei, einem Blockgeräteknoten oder Verzeichnis oder den besonderen Wert »auto«. Falls angegeben und die Partition neu erstellt wird, werden die Daten von dem angegebenen Pfad auf die neu erstellte Partition auf Block-Niveau geschrieben. Falls ein Verzeichnis angegeben ist, wird das zugrundeliegende Blockgerät des Dateisystems, auf dem sich das Verzeichnis befindet, bestimmt, und die Daten werden direkt daraus gelesen. Diese Option ist nützlich, um effizient bestehende Dateisysteme auf Block-Niveau auf neue Partitionen zu vervielfältigen, beispielsweise um ein einfaches Betriebssysteminstallationsprogramm oder Betriebssystem-Abbild-Erstellprogramm zu bauen.
Falls der besondere Wert »auto« festgelegt ist, wird die Quelle, aus der kopiert wird, automatisch vom laufenden System (oder dem mit --image= festgelegten Abbild — falls verwandt) aufgenommen. Eine Partition, die sowohl auf den konfigurierten Partitionstyp (wie mit dem oben beschriebenen Type= deklariert) passt als auch auf das aktuelle eingehängte Verzeichnis, das für diesen Paritionstyp geeignet ist, wird bestimmt. Falls beispielsweise der Partitionstyp auf »root« gesetzt ist, wird die dem Wurzelverzeichnis (/) zugrundeliegende Partition als Kopierquelle verwandt — falls deren Partitionstyp auch auf »root« gesetzt ist. Falls der deklarierte Typ »usr« ist, wird die /usr/ zugrundeliegende Partition als Kopierquelle verwandt — falls deren Partitionstyp auch auf »usr« gesetzt ist. Die Logik ist in der Lage, automatisch die verschlüsselten und Verity-aktivierten Datenträgern zugrundeliegenden Partitionen zu ermitteln. »CopyBlocks=auto« ist nützlich, um »selbst-replizierende Systeme« zu implementieren, d.h. Systeme, die ihr eigenes Installationsprogramm sind.
Die hier angegebene Datei muss eine Größe haben, die ein Vielfaches der grundlegenden Blockgröße von 512 und nicht leer ist. Falls diese Option verwandt wird, wird der Größenzuweisungsalgorithmus leicht geändert: die Partition wird mindestens so groß erstellt, damit die Daten hineinpassen, d.h. die Datengröße ist ein zusätzlicher Minimalwert, der vom Zuweisungsalgorithmus in Betracht genommen wird, ähnlich wie und ergänzend zu dem Wert SizeMin=, der weiter oben konfiguriert ist.
Diese Option hat keinen Effekt, falls die Partition, für die sie erklärt ist, bereits existiert, d.h. bestehende Daten werden niemals überschrieben. Beachten Sie, dass die Daten hineinkopiert werden, bevor die Partitionstabelle aktualisiert wird, d.h. bevor die Partition tatsächlich dauerhaft erstellt wird. Dies macht das Verfahren robust: es wird garantiert, dass die Partition entweder gar nicht existiert oder komplett befüllt ist; es ist nicht möglich, dass die Partition existiert, aber nicht oder nur teilweise befüllt ist.
Diese Option kann nicht mit Format= oder CopyFiles= kombiniert werden.
Hinzugefügt in Version 246.
Format=
Akzeptiert einen Dateisystemnamen, wie »ext4«, »btrfs«, »xfs«, »vfat«, »erofs«, »squashfs« oder den besonderen Wert »swap«. Falls dieser angegeben ist und die Partition frisch erstellt wurde, dann wird diese mit dem angegebenen Dateisystem formatiert (oder als Auslagerungsgerät). Die Dateisystem-UUID und -Kennzeichnung werden automatisch aus der Partitions-UUID und dem -Kennzeichen abgeleitet. Falls diese Option verwandt wird, dann wird der Größenzuweisungsalgorithmus leicht geändert: die Partition wird mindestens so groß erstellt, wie für das minimale Dateisystem des angegebenen Typs notwendig ist (oder 4 kiB, falls die minimale Größe nicht bekannt ist).
Diese Option hat keine Auswirkung, falls die Partition bereits existiert.
Ähnlich dem Verhalten von CopyBlocks= wird das Dateisystem formatiert, bevor die Partition erstellt wird, wodurch sichergestellt wird, dass die Partition immer über ein vollständig initialisiertes Dateisystem verfügt.
Diese Option kann nicht mit CopyBlocks= kombiniert werden.
Hinzugefügt in Version 247.
CopyFiles=
Akzeptiert ein Paar, durch Doppelpunkt getrennte absolute Dateisystempfade. Der erste Pfad bezieht sich auf eine Quelldatei oder ein Quellverzeichnis auf dem Rechner, der zweite Pfad bezieht sich auf ein Ziel im Dateisystem der frisch erstellten Partition und deren formatiertes Dateisystem. Diese Einstellung kann zum Kopieren von Dateien oder Verzeichnissen von dem Rechner auf das Dateisystem, das aufgrund der Option
Format= erstellt wird, verwandt werden. Falls
CopyFiles= ohne explizit angegebenen
Format= verwandt wird, dann wird »Format=« mit einem geeigneten Vorgabewert angenommen (derzeit »vfat« für »ESP«- und »XBOOTLDR«-Partitionen und »ext4« andernfalls, dies kann in Zukunft aber geändert werden). Diese Option kann mehrfach verwandt werden, um mehrere Dateien oder Verzeichnisse vom Rechner in das frisch formatierte Dateisystem zu kopieren. Falls der Doppelpunkt und der zweite Pfad ausgelassen wird, dann wird der Quellpfad auch als der Zielpfad (relativ zu der Wurzel des frisch erstellten Dateisystems) verwandt. Falls sich der Quellpfad auf ein Verzeichnis bezieht, dann wird dieses rekursiv kopiert.
Diese Option hat keine Auswirkung, falls die Partition bereits existiert: sie kann nicht dazu verwandt werden, zusätzliche Dateien auf eine bestehende Partition zu kopieren, sie kann nur zur Befüllung eines frisch erstellten Dateisystems verwandt werden.
Die Kopieraktion wird ausgeführt, bevor das Dateisystem in der Partitionstabelle registriert wird. Damit wird sichergestellt, dass ein so befülltes Dateisystem immer vollständig initialisiert existiert.
Beachten Sie, dass CopyFiles= das Kopieren von Dateien überspringen wird, die vom Zieldateisystem nicht unterstützt werden (z.B. Symlinks, FIFOs, Sockets und Geräte auf Vfat). Wenn ein nicht unterstützter Dateityp angetroffen wird, wird systemd-repart das Kopieren der Datei überspringen und eine Protokollmeldung dazu schreiben.
Beachten Sie, dass systemd-repart die UIDs/GIDs von kopierten Dateien und Verzeichnissen nicht ändern wird. Wird systemd-repart als nicht privilegierter Benutzer ausgeführt, um ein Abbild von Dateien und Verzeichnissen zu bauen, das dem gleichen Benutzer gehört, dann können Sie systemd-repart in einem Benutzernamensraum ausführen, bei dem der aktuelle Benutzer auf den Benutzer root abgebildet ist, um sicherzustellen, dass Dateien und Verzeichnisse in dem Abbild dem Benutzer root gehören.
Beachten Sie, dass bei der Befüllung von XFS-Dateisystemen mit systemd-repart und wenn Loop-Geräte nicht verfügbar sind, das Befüllen von XFS-Dateisystemen mit Dateien, die Leerzeichen, Tabulatoren oder Zeilenumbrüche enthalten, aufgrund von Beschränkungen des Protofile-Formats in alten Versionen von mkfs.xfs(8) fehlschlagen könnte.
Note that when populating XFS filesystems with systemd-repart and loop devices are not available, extended attributes will not be copied into generated XFS filesystems due to limitations mkfs.xfs(8)'s protofile format.
Diese Option kann nicht mit CopyBlocks= kombiniert werden.
When systemd-repart(8) is invoked with the --copy-source= command line switch the file paths are taken relative to the specified directory. If --copy-source= is not used, but the --image= or --root= switches are used, the source paths are taken relative to the specified root directory or disk image root.
Hinzugefügt in Version 247.
ExcludeFiles=, ExcludeFilesTarget=
Akzeptiert einen absoluten Dateisystempfad, der sich auf eine Quelldatei oder ein Quellverzeichnis auf dem Rechner bezieht. Diese Einstellung kann zum Ausschluss von Dateien oder Verzeichnissen auf dem Rechner beim Kopieren in das Dateisystem verwandt werden, wenn
CopyFiles= eingesetzt wird. Diese Option kann mehrfach verwandt werden, um mehrere Dateien oder Verzeichnisse vom Rechner vom Kopieren in das frisch formatierte Dateisystem auszuschließen.
Falls der Pfad ein Verzeichnis ist und auf »/« endet, werden nur die Inhalte des Verzeichnisses ausgeschlossen, aber nicht das Verzeichnis selbst. Falls der Pfad ein Verzeichnis ist und nicht auf »/« endet, werden sowohl das Verzeichnis als auch seine Inhalte ausgeschlossen.
ExcludeFilesTarget= ist wie ExcludeFiles=, außer dass anstelle des Ausschlusses des Pfades auf dem Rechner vom Kopieren in die Partition sämtliche Dateien und Verzeichnisse vom Kopieren in den angegebenen Pfad in der Partition ausgeschlossen werden.
Wenn systemd-repart(8) mit dem Befehlszeilenschalter --image= oder --root= aufgerufen wird, werden die festgelegten Pfade als relativ zu dem festgelegten Wurzelverzeichnis oder der Wurzel des Plattenabbilds angesetzt.
Hinzugefügt in Version 254.
MakeDirectories=
Akzeptiert einen oder mehrere absolute Pfade, getrennt durch Leerraum, wobei jedes ein in dem neuen Dateisystem zu erstellendes Verzeichnis deklariert. Das Verhalten ist ähnlich zu
CopyFiles=, aber statt eine Gruppe von Dateien zu kopieren, erstellt dies einfach die festgelegten Verzeichnisse mit dem Vorgabemodus 0755 und Eigentümer und Gruppe »root«, sowie alle ihre übergeordneten Verzeichnisse (mit der gleichen Eigentümerschaft und Zugriffsmodus). Um Verzeichnisse mit anderen Eigentümerschaften oder Zugriffsmodi zu konfigurieren, verwenden Sie
CopyFiles= und geben Sie einen zu kopierenden Quellbaum an, der die Verzeichnisse mit geeigneter/konfigurierter Eigentümerschaft enthält. Diese Option kann mehr als einmal verwandt werden, um mehrere Verzeichnisse zu konfigurieren. Werden
CopyFiles= und
MakeDirectories= zusammen verwandt, wird erster zuerst angewandt. Falls ein aufgeführtes Verzeichnis bereits existiert, wird keine Aktion durchgeführt (insbesondere verbleiben die Eigentümerschaft und der Zugriffsmodus unverändert).
Der hauptsächliche Einsatzfall für diese Option ist die Erstellung einer minimalen Gruppe von Verzeichnissen, über die Partitionen, die in dem gleichen Plattanabbild enthalten sind, eingehängt werden können. Für ein Plattenabbild, bei dem das Wurzeldateisystem für den ersten Systemstart formatiert ist, könnte es gewünscht sein, automatisch ein /usr/ auf diese Art vorzuerstellen, so dass die Partition »usr« darüber eingehängt werden kann.
Ziehen Sie systemd-tmpfiles(8) mit der Option --image= in Betracht, um andere, komplexere Verzeichnishierarchien (sowie andere Inodes) mit granularerer Steuerung der Eigentümerschaft, der Zugriffsmodi und anderer Datei-Attribute zu erstellen.
Hinzugefügt in Version 249.
Subvolumes=
Takes one or more absolute paths, separated by whitespace, each declaring a directory that should be a subvolume within the new file system. This option may be used more than once to specify multiple directories. Note that this setting does not create the directories themselves, that can be configured with
MakeDirectories= and
CopyFiles=.
Note that this option only takes effect if the target filesystem supports subvolumes, such as "btrfs".
Note that due to limitations of "mkfs.btrfs", this option is only supported when running with --offline=no.
Hinzugefügt in Version 255.
Encrypt=
Akzeptiert entweder »off«, »key-file«, »tpm2« oder »key-file+tpm2«. (Alternativ wird auch ein logischer Wert akzeptiert, der wenn falsch auf »off« und wenn wahr auf »key-file« abgebildet wird.) Standardmäßig »off«. Falls nicht »off«, dann wird die Partition mit einem LUKS2-Superblock formatiert, bevor die mit
CopyBlocks= konfigurierten Blöcke kopiert werden oder das mit
Format= konfigurierte Dateisystem erstellt wird.
Die LUKS2-UUID wird automatisch aus der Partitions-UUID auf eine stabile Art abgeleitet. Falls »key-file« oder »key-file+tpm2« verwandt wird, wird ein Schlüssel aus dem LUKS2-Superblock hinzufügt, der mit der Option --key-file= von systemd-repart konfiguriert werden kann. Falls »tpm2« oder »key-file+tpm2« verwandt wird, wird ein Schlüssel aus dem LUKS2-Superblock hinzugefügt, der bei dem lokalen TPM2-Chip registriert wird, wie dies mit den Optionen --tpm2-device= und --tpm2-pcrs= von systemd-repart konfiguriert werden kann.
Falls verwandt, dann wird die Größenzuweisungslogik leicht geändert, da die implizite minimalen Größenbegrenzungen von Format= und CopyBlocks= um den für den LUKS2-Superblock benötigten Platz erhöht werden (siehe oben).
Diese Option hat keine Auswirkung, falls die Partition bereits existiert.
Hinzugefügt in Version 247.
Verity=
Akzeptiert entweder »off«, »data«, »hash« oder »signature«. Standardmäßig »off«. Falls auf »off« oder »data« gesetzt, wird die Partition mit Inhalt belegt, wie in
CopyBlocks= oder
CopyFiles= festgelegt. Falls auf »hash« gesetzt, wird die Partition mit Verity-Hash-Daten aus der passenden Verity-Datenpartition belegt. Falls auf »signature« gesetzt, wird die Partition mit einem JSON-Objekt belegt, das eine Signatur des Verity-Wurzel-Hashes enthält, das auf die passende Verity-Hash-Partition passt.
Eine passende Verity-Partition ist eine Partition, mit dem gleichen Verity-Übereinstimmungsschlüssel (wie mittels VerityMatchKey= konfiguriert).
Falls nicht explizit konfiguriert, wird die UUID der Datenpartition auf die ersten 128 bit des Verity-Wurzel-Hashes gesetzt. Ähnlich wird bei fehlender Konfiguration die UUID der Hash-Partition auf die abschließenden 128 bit des Verity-Wurzel-Hashes gesetzt. Der Verity-Wurzel-Hash selbst wird in die Ausgabe von systemd-repart(8) mit aufgenommen.
Diese Option hat keine Auswirkung, falls die Partition bereits existiert.
Die Verwendung dieser Option zusammen mit Encrypt= wird nicht unterstützt.
Für jeden eindeutigen Wert VerityMatchKey=, muss eine einzelne Verity-Datenpartition (»Verity=data«) und eine einzelne Verity-Hash-Partition (»Verity=hash«) definiert sein.
Hinzugefügt in Version 252.
VerityMatchKey=
Akzeptiert eine kurze, benutzerdefinierte Kennzeichnerzeichenkette. Diese Einstellung wird dazu verwandt, Geschwister-Verity-Partitionen für die aktuelle Verity-Partition zu finden. Siehe die Beschreibung für
Verity=.
Hinzugefügt in Version 252.
VerityDataBlockSizeBytes=
Configures the data block size of the generated verity hash partition. Must be between 512 and 4096 bytes and must be a power of 2. Defaults to the sector size if configured explicitly, or the underlying block device sector size, or 4K if systemd-repart is not operating on a block device.
Hinzugefügt in Version 255.
VerityHashBlockSizeBytes=
Configures the hash block size of the generated verity hash partition. Must be between 512 and 4096 bytes and must be a power of 2. Defaults to the sector size if configured explicitly, or the underlying block device sector size, or 4K if systemd-repart is not operating on a block device.
Hinzugefügt in Version 255.
FactoryReset=
Akzeptiert ein logisches Argument. Falls angegeben, wird die Partition zum Entfernen während einer »Zurück auf Werkseinstellung«-Aktion vorgemerkt. Diese Funktionalität ist für Schemata nützlich, bei denen Abbilder auf ihren ursprünglichen Zustand durch die Entfernung von Partitionen und deren Neuerstellung zurückgesetzt werden können. Standardmäßig aus.
Hinzugefügt in Version 245.
Flags=
Konfiguriert das 64-bit-GPT-Partitions-Schalter-Feld, um die Partition beim Erstellen einzustellen. Diese Option hat keine Auswirkung, falls die Partition bereits existiert. Falls nicht festgelegt, wird der Schalterwert komplett auf Nullen gesetzt, außer für die drei Bits, die auch mittels
NoAuto=,
ReadOnly= und
GrowFileSystem= konfiguriert werden können; siehe weiter unten für Details über die Vorgaben für diese drei Schalter. Geben Sie den Schalterwert hexadezimal (durch Voranstellen von »0x«), binär (»0b« voranstellen) oder dezimal (nichts voranzustellen) an.
Hinzugefügt in Version 249.
NoAuto=, ReadOnly=, GrowFileSystem=
Konfiguriert die Partitionsschalter »No-Auto«, »Read-Only« und »Grow-File-System« (Bit 3, 60 und 59) des Partitionstabelleneintrags, wie er in der
Spezifikation für auffindbare Partitionen[1] definiert ist. Nur für von der Spezifikation unterstützte Partitionstypen verfügbar. Die Option ist eine nette Art, die Bits 63, 60 und 59 des Partitionsschalterwerts zu setzen, ohne die anderen Bits, die mittels
Flags= gesetzt werden können, auch zu setzen, siehe oben.
Falls Flags= zusammen mit einem oder mehreren aus NoAuto=/ReadOnly=/GrowFileSystem= verwandt wird, steuern die letzteren den Wert der relevanten Schalter, d.h. die abstrakten Einstellungen NoAuto=/ReadOnly=/GrowFileSystem= setzten die relevanten Bits der systemnahen Einstellungen Flags= außer Kraft.
Beachten Sie, dass die drei Schalter nur die automatische Einhängung von Partitionen betreffen, wie sie von systemd-gpt-auto-generator(8) oder der Option --image= von verschiedenen Befehlen (wie systemd-nspawn(1)) implementiert ist. Sie hat bei expliziten Einhängungen, wie sie über mount(8) oder fstab(5) erfolgen, keine Auswirkungen.
Falls für eine Partition sowohl Bit 50 als auch Bit 59 gesetzt sind (d.h. die Partition ist sowohl schreibgeschützt markiert als auch zum Vergrößern), hat letzteres typischerweise keine Auswirkung: der Schreibschutz-Schalter hat bei den meisten Werkzeugen, die diese Schalter lesen, Vorrang, und da das Vergrößern das Schreiben der Partition einschließt, wird es konsequent ignoriert.
NoAuto= ist standardmäßig ausgeschaltet. ReadOnly= ist für Verity-Partitionstypen standardmäßig eingeschaltet und für alle anderen ausgeschaltet. GrowFileSystem= ist für alle Partitionstypen eingeschaltet, die dies unterstützen, außer falls die Partition schreibgeschützt markiert ist (und ist damit für Verity-Partitionen effektiv standardmäßig ausgeschaltet).).
Hinzugefügt in Version 249.
SplitName=
Konfiguriert die Endung, die an aufgeteilte Artefakte angehängt werden soll, wenn die Option
--split von
systemd-repart(8) verwandt wird. Es wird eine einfache Kennzeichner-Expansion unterstützt, siehe unten. Standardmäßig »%t«. Um die Erstellung aufgeteilter Artefakte für eine Partition zu deaktivieren, setzen Sie
SplitName= auf »-«.
Hinzugefügt in Version 252.
Minimize=
Akzeptiert entweder »off«, »best« oder »guess« (akzeptiert alternativ auch einen logischen Wert, der auf »off« abgebildet wird, wenn er falsch ist, und auf »best«, wenn wahr. Standardmäßig »off«. Falls auf »best« gesetzt, wird die Partition die minimal benötigte Größe haben, um die mit
CopyFiles= konfigurierten Quellen zu speichern. »best« wird derzeit nur für schreibgeschützte Dateisysteme unterstützt. Falls auf »guess« gesetzt, wird die Partition mindestens so groß erstellt, dass die mit
CopyFiles= konfigurierten Quellen gespeichert werden können. Beachten Sie, dass
systemd-repart das Dateisystem zweimal befüllen muss, um die minimal benötigte Größe zu ermitteln (außer das Dateisystem ist schreibgeschützt), daher könnte die Aktivierung dieser Option Repart bei der Befüllung großer Partitionen verlangsamen.
Hinzugefügt in Version 253.